
zusammengesetzter Begriff; griechisch: gaster = Bauch; nomos = Gesetz/Regel, also in etwa: „Regeln des Bauches/für den Bauch“;
der Begriff wurde zuerst von dem griechischen Dichter und Feinschmecker Archestratos von Gela (330 v.C.) für sein kulinarisches Werk „Gastronomia“ verwendet (in dem er sich schon damals über die Unsitte des übermäßigen Würzens ereiferte) und kam etwa im 18. Jahrhundet in den französischen Sprachraum, wo er mit dem Aufkommen der Gar- und Suppenküchen schnell adaptiert wurde (wie auch der Begriff „Restaurant“).
Jean-Anthèlme Brillat-Savarin (1755-1826, Hauptwerk: Physiologie des Geschmacks), der berühmte Gastro-Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts hat dies etwa so definiert: „Gastronomie ist eine Wissenschaft, die alles umfasst, was mit der Ernährung des Menschen in Zusammenhang steht…“
Heutzutage wird der einst umfassende Begriff auf die kommerzielle Beherbergungs- und Verköstigungsindustrie reduziert.