
In diesem Falle dreht es sich genauer gesagt um Wein- und Champagnerflaschen, deren Größe und die dazugehörige korrekte Bezeichnung. Denn es gibt in der Welt der Winzer und Kellermeister mehr als nur Piccolo und Magnum.
Die Größe einer Flasche hat nicht unbedingt immer etwas mit der zu erwartenden personellen Stärke der Verköstigungsgesellschaft zu tun, die später auf den edlen Tropfen wartet. Vielmehr altern Weine schneller, je kleiner ihr Aufbewahrungsbehälter. Besonders edle Weine oder Champagner – bzw. solche, von denen man sich erhofft, dass sie es einmal werden – kommen daher bevorzugt in den Genuss einer größeren Flasche.
Natürlich unterliegt die Wahl der Größe eines Behältnisses auch praktischen Gesichtspunkten. In Deutschland findet man spezielle Abfüllungen für die Bahn- und Schiffgastronomie in 0,1 oder 0,2 l Flaschen, „günstige“ Importweine erscheinen für die Gastronomie auch schon einmal in einem 5 oder gar 6 l Gewand. Hier lässt Größe der Flasche allerdings nicht auf Qualität schließen.
Im frühen 19. Jahrhundert begann man vornehmlich in Frankreich damit, die meisten übergroßen Riesenflaschen nach alttestamentarischen Königen zu benennen – aus welchem Grund auch immer. In jedem Falle klingt es auch heute noch gut. Dabei gilt es ein paar feine Unterschiede zwischen Wein- und Champagnerflachen zu beachten.
Die größten Flaschentypen sind verständlicherweise sehr selten anzutreffen, da ihre Herstellung sehr aufwendig und teuer ist. Primat und auch Melchisédech werden daher lediglich vom Hause Drappier angeboten, eine Sovereign ist bei Taittinger im Angebot.