
16.9.1948
Einer der einflussreichsten deutschsprachigen Gastronomierkritiker. Unter anderem wöchentliche Kolumnen in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Auch Autor der Gourmet Zeitschrift Feinschmecker sowie Buchautor (Geschmacksschule, Kulinarische Intelligenz).
Auch wenn Dollase als Gastronomiekritiker bezeichnet wird, kritisiert er nicht sondern analysiert „den Teller“ (Texturen, Akkorde etc.). Sein Urteil wird auch von Fachkreisen (u.a. Harald Wohlfahrt, Schwarzwaldstube im Hotel Traube-Tonbach, Baiersbronn, 3 Michelin-Sterne)hoch gelobt und akzeptiert.
Dollase gilt als Qualitätsfanatiker („Das gute Produkt steht am Anfang jeder guten Küche…“) und will u.a. die Köche dazu bewegen weg von der internationalen Einheitsküche (u.a. Jakobsmuscheln, Steinbutt, Kaviar, Gänsestopfleber etc.) hin zu mehr regionalem Bezug.
Jürgen Dollase gilt als Nachfolger des einstmals wichtigsten Deutschen Restaurantkritikers Wolfram Siebeck. Sein Stil ist zwar nicht so populär wie der Siebecks, jedoch wesentlich analytischer und komplexer.