Ohne Kategorie

Wie wird man Koch (Teil 6)

Grün vor Weiß: Ein Koch Azubi bei der Kräuterlese

Rechteinhaber: Andrea Thode, Lizenzvereinbarung: Nutzung nur auf Effilee

Grün vor Weiß: Ein Azubi bei der Kräuterlese

Der Aus­bil­dungs­platz ist gefun­den? Der Aus­bil­dungs­ver­trag unter­schrie­ben? Dann kann es ja los­ge­hen. Hier kom­men Infos zur

Struk­tur der Ausbildung

Um irgend­wann an der (I)HK seine Prü­fung zum Koch abzu­le­gen, muss ein Azubi nicht nur im Aus­bil­dungs­be­trieb die prak­ti­schen Kniffe des Hand­werks ler­nen. Er muss auch in bestimm­ten Zeit­ab­stän­den die Bank der Berufs­schule drü­cken. In Süd­deutsch­land fin­det der Unter­richt aus­bil­dungs­be­glei­tend an zwei Tagen in der Woche statt. Im Nor­den der Repu­blik, in Ham­burg, gibt es Block­un­ter­richt. Zwei­mal im Jahr büf­feln die Azu­bis sechs Wochen am Stück Mathe, Deutsch, Eng­lisch, Sozi­al­kunde und Küchen­wis­sen. „Es ist viel Theo­rie, Sup­pen­her­stel­lung zum Bei­spiel“, erzählt Calli, der gerade sei­nen zwei­ten Schul­block hin­ter sich bringt. Eines steht für ihn jetzt schon fest: „Auch wenn die Schule gegen die Arbeit im Land­haus echt ent­span­nend ist, ich arbeite viel lie­ber dort, als in der Schule die Theo­rie zu hören. In der Küche ist es zwar hart, aber man ist immer in Bewe­gung und lernt auch viel mehr, weil man alles bei ande­ren Köchen sehen kann.“ Calli kommt es daher sehr gele­gen, dass der grö­ßere Teil der Lehr­zeit im Aus­bil­dungs­be­trieb stattfindet.

Im Regel­fall dau­ert die Aus­bil­dung drei Jahre. Auf zwei­ein­halb oder gar zwei Jahre ver­kür­zen kann, wer das Abitur mit­bringt und/oder durch seine Leis­tun­gen in beson­de­rem Maß über­zeugt. „Eine Ver­kür­zung ist aber nicht unbe­dingt zu emp­feh­len“, meint Rober Panz, Lei­ter der Ham­bur­ger Gewer­be­schule Gas­tro­no­mie und Ernäh­rung. Denn Kochen ist vor allem ein Hand­werks­be­ruf, den man nur durch Pra­xis, durch Übung erler­nen kann. Und dafür braucht es eben Zeit.

Das Schul­pro­gramm sieht fol­gende Inhalte vor: Im ers­ten Lehr­jahr bil­den Arbei­ten in der Küche, im Ser­vice und im Maga­zin den Schwer­punkt. Im zwei­ten und drit­ten Lehr­jahr geht es um Spei­sen aus pflanz­li­chen Roh­stof­fen, um Zwi­schen­mahl­zei­ten, um kalte und warme Buf­fets, um Nach­spei­sen, ums À-la-carte-Geschäft, um das Ban­kett, um Akti­ons­wo­chen und Spei­sen­folge, schließ­lich um regio­nale in– und aus­län­di­sche Küche. Nach dem ers­ten Aus­bil­dungs­jahr steht eine Zwi­schen­prü­fung auf dem Plan, am Ende war­tet dann die Abschluss­prü­fung. Wäh­rend der Lehr­zeit müs­sen soge­nannte schrift­li­che Aus­bil­dungs­nach­weise erbracht wer­den. Im Klar­text heißt das: im Bericht­heft wird wöchent­lich Rechen­schaft über die Lern­fort­schritte ablegt. Nicht immer eine beliebte Auf­gabe, die manch­mal schon in einer Nacht-und-Nebel-Aktion kurz vor Aus­bil­dungs­ende erle­digt wor­den sein soll. In eini­gen Fäl­len kann das Bericht­heft aber auch Aus­bil­dungs­män­gel doku­men­tie­ren und dem Aus­zu­bil­den­den als Beleg­ma­te­rial die­nen. Am Ende ent­schei­det jeder selbst, wie er am effek­tivs­ten arbeitet…

24. April 2012
Dieser Beitrag wurde in Ohne Kategorie veröffentlicht und getaggt , , . Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Ein Trackback

  • Von Traumberuf Koch? - Netpilot24 - Das Newsportal am 23. Juli 2012 um 15:19 Uhr veröffentlicht

    […] in nahezu jedem Beruf gilt auch bei der Koch-Ausbildung: Aller Anfang ist schwer. Zum Bei­spiel kann man unter http://www.effilee.de nach­se­hen, um her­aus­zu­fin­den wie man Koch wird. Doch bei einem Koch scheint die­ser beson­ders schwer zu sein. […]

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben.

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • Das aktuelle Heft

  • Anzeige

  • Schneller Teller

  • Kleinanzeigen

  • Neueste Kommentare