Buffet

Die bessere Wahl: Huhn

Nur ein ehe­dem glück­li­ches Huhn kann den Genie­ßer froh­ge­mut stim­men, denn die Art und Weise, wie es auf­ge­zo­gen wurde, ist von gro­ßer Bedeu­tung: Gutes Fut­ter (vor­zugs­weise Kör­ner) und genü­gend Aus­lauf im Freien sind ent­schei­dend für den Geschmack. Die Fleisch– und Auf­zucht­qua­li­tät kann man gut von außen erkennen.

Huhn

Ein gutes Huhn hat eine glatte helle Haut sowie pralle Schen­kel und ist wohlproportioniert

BRUST

Gene­rell gilt: Je grö­ßer der Vogel, desto bes­ser sein Aroma und das Fleisch/ Knochen-Verhältnis. Die Brust sollte voll­flei­schig und rund, der Vogel ins­ge­samt wohl­pro­por­tio­niert sein. Zu viel Brust deu­tet auf ein Hoch­leis­tungs­tier hin, das schnell viel Fleisch ansetzt, aber kaum lau­fen kann.

Kauft man zum Bra­ten einen gro­ßen Ver­tre­ter von zwei Kilo­gramm oder mehr, muss man dar­auf ach­ten, dass er nicht zu alt ist. Das erkennt man am knor­pe­li­gen und bieg­sa­men Ende des Brustbeins.

HAUT

Die Haut des Vogels muss hell, ohne dunkle Fle­cken und unbe­schä­digt sein. Ach­ten Sie außer­dem dar­auf, dass sie nicht aus­ge­trock­net und in kei­nem Fall feucht ist. Hüh­ner, die Zeit hat­ten, ein Huhn zu wer­den, haben sowohl unter der Haut als auch im Fleisch Fett, wodurch das gegarte Fleisch schön zart wird. Eine gelb­li­che Haut­farbe zeigt ledig­lich an, dass gel­bes Fut­ter (Mais!) gefüt­tert wurde. Ein fri­sches, rich­tig gela­ger­tes Tier riecht übri­gens angenehm.

SCHENKEL

Pralle Schen­kel las­sen auf Bewe­gung schlie­ßen. Viel davon führt zu deut­li­chen Unter­schie­den in Farbe und Tex­tur zwi­schen Schen­kel– und Brust­fleisch – ers­te­res sollte dunk­ler und fes­ter sein. Theo­re­tisch kann man an den Füßen des Tie­res erken­nen, wie es gehal­ten wurde: Durfte es schar­ren und lau­fen, hat es eine starke Horn­haut. Tiere mit Füßen dür­fen bei uns aber nicht im Han­del ange­bo­ten wer­den. Anders ist es beim Kauf direkt ab Hof.

Tipp:

Das Leben eines Mast­huhns ist nur dann eine Freude, wenn es aus­rei­chend Platz, Tages­licht und die Mög­lich­keit zum Schar­ren hat. Kau­fen Sie kei­nen Vogel aus kon­ven­tio­nel­ler Hüh­ner­hal­tung, son­dern Bio­hüh­ner oder gar Hüh­ner aus dem NEULAND-Verbund, am bes­ten direkt beim Bau­ern Ihres Ver­trau­ens. Diese Tiere gehö­ren in der Regel zu lang­sam wach­sen­den Ras­sen, bekom­men art­ge­rech­tes Fut­ter und dür­fen sich Zeit las­sen mit dem Groß­wer­den. Sehr gut sind auch die Marensin-Hühner.

TEXT: KIRSTEN REINHARDT
FOTO: ANDREA THODE

aus Effi­lee #16, Mai/Juni 2011

19. August 2011
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Ein Kommentar

  1. Daniel
    Am 21. August 2011 um 13:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bio­hüh­ner sind auch Hybride und keine lang­sam wach­sen­den Rassen.

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