Buffet

Die bessere Wahl: Ananas

Meist sind sie zu hol­zig, manch­mal schon ver­go­ren, sel­ten gerade rich­tig. Wie also erkennt man, ob in einer Ana­nas süßes, saf­ti­ges Frucht­fleisch steckt?

Blät­ter

Vol­les grü­nes Blatt­werk ist ein ech­ter Fri­sche­ga­rant. Las­sen sich ein­zelne Blät­ter leicht her­aus­zie­hen, ist die Frucht voll­reif – ideal zum direk­ten Auf­schnei­den. Optisch nicht erkenn­bar, aber von ent­schei­den­der Bedeu­tung ist der Trans­port­weg. Ein­ge­flo­gene Ana­nas sind zwar teu­rer, schme­cken aber bes­ser als Ware, die per Schiff ins Land kommt: zum einen, weil sie reif gepflückt wer­den, zum ande­ren, weil es schmack­hafte Sor­ten sind, die nicht vor­wie­gend auf Halt­bar­keit gezüch­tet wer­den. Nach­fra­gen lohnt sich.

Ananas, Foto: Andrea Thode

Unter der Schale die­ser Frucht steckt süßes, saf­ti­ges Fleisch

Schale

Ana­nas soll­ten in der Aus­lage auf der Schnitt­stelle ste­hen, nicht lie­gen, denn sie bekom­men schnell Druck­stel­len und fan­gen dann an zu fau­len. Die ideale Ana­nas ist ein klein wenig weich, ohne beim ers­ten Fin­ger­druck zu stark nach­zu­ge­ben. Unreife Früchte fas­sen sich spür­bar här­ter an. Ach­tung: Grüne Stel­len sind nicht immer ein Zei­chen man­geln­der Reife. Umge­kehrt gilt aller­dings: Wenn die Schale leicht fle­ckig ist und dunkle Ver­fär­bun­gen zeigt, ist die Rei­fung zu weit fortgeschritten.

Ken­ner machen den Klopf­test und pochen mit dem Fin­ger gegen das dicke Ende der Ana­nas. Ein dump­fer Klang bürgt für Qua­li­tät. Klingt sie hohl, ist sie zu tro­cken. Aber das sind, wie gesagt, Ken­ner – man muss schon sehr viel Erfah­rung haben, um den Unter­schied zu hören.

Geruch

Eine reife Ana­nas ver­strömt einen zar­ten süßen Duft. Beson­ders kräf­tig rie­chende Früchte gären even­tu­ell bereits. Da feh­len nur noch Schim­mel, auf­ge­weichte Stel­len sowie eine sehr nach­gie­bige Schale als schlech­tes Zeichen.

Übri­gens: Die Ana­nas mag keine Kälte. Wenn die Tem­pe­ra­tu­ren unter 7 Grad sin­ken, schwin­det das Aroma. Also nie im Kühl­schrank aufbewahren!

Text: Kirs­ten Rein­hardt
Foto: Andrea Thode

aus: Effi­lee #15, März/Arpil 2011

8. August 2011
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