
Wer im Herbst von der überall servierten Kürbissuppe gelangweilt ist, sollte das bunte Gemüse einmal in anderer Form kosten. Der pumpkin pie wird nach nordamerikanischer Tradition im Herbst und im frühen Winter gebacken, vor allem zu Halloween, als klassisches Dessert des Thanksgiving dinners und zu Weihnachten. Ein Mürbeteig dient dem Kuchen als Boden. Die Füllung besteht aus apart gewürztem Kürbismus, dem Zimt, Muskatnuss, Ingwer und Nelke die besondere Note verleihen. Üblicherweise ist der pumpkin pie ein open-faced pie, im britischen Wortgebrauch also eine tart, d.h. die Füllung ist oben nicht von einer Teigkruste bedeckt. Serviert wird er in den USA gewöhnlich mit geschlagener Sahne, in Teilen Kanadas reicht man sie auch mit Ahornsirup.
Hier das Rezept:
Teig
- 200 g Mehl
- etwas Mehl für die Arbeitsplatte
- 1 Tl Backpulver
- 75 g Rohrzucker
- 1 Prise Salz
- 100 g kalte Butter
- 1 Eigelb
- Saft einer Zitrone
Füllung
- 750 g Kürbisfleisch
- 180 g Rohrzucker
- 1 Tl gemahlener Zimt
- 1/2 Tl gemahlener Ingwer
- 1 Prise Nelkenpulver
- nach Belieben etwas gemahlene Musaktnuss
- 3 Eier
- 200 g Vollmilchquark (wahlweise auch Frischkäse)
- Fett für die Form
Als erstes wird der Mürbeteig zubereitet, da er einige Zeit kühl stehen muss. Dafür vermischt man in einer Schüssel zunächst die trockenen Zutaten, Mehl, Backpulver, Rohrzucker und Salz. Dann gibt man kalte Butter in Flöckchen, Eigelb und Zitronensaft zu und verquirlt die Masse mit dem Mixer, bis ein Teig entsteht, der krümelig zusammenhält. Nun knetet man daraus per Hand auf einer bemehlten Arbeitsplatte einen glatten Teig. Allerdings gilt: Nicht zu lange kneten, andernfalls schmilzt durch die Handwärme das Fett im Teig, sodass er zu weich wird. Abschließend wickelt man den Teig in Klarsichtfolie und lässt ihn im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen.
In der Zwischenzeit bereitet man die Füllung zu. Das Kürbisfleisch wird gewürfelt und in einem geschlossenen Topf mit drei Esslöffeln Wasser aufgekocht. Auf mittlerer Hitze lässt man es ca. 15 Minuten garen. Für die letzten fünf Minuten nimmt man den Deckel ab, damit die Flüssigkeit verdunsten kann. Nun püriert man das Kürbisfleisch im Mixer, lässt es in einem Sieb abtropfen und abkühlen. Wenn das Kürbismus kalt ist, vermischt man es mit Rohrzucker, Zimt, Nelkenpulver, Ingwer, eventuell Muskat und rührt die verquirlten Eier, eine Prise Salz und den Quark unter.
Der Teig wird nochmals kräftig durchgeknetet, bevor man daraus einen runden Boden ausrollt (Durchmesser ca. 20 cm). Bleibt Teig über, kann man daraus Formen ausstechen und diese separat zu Plätzchen backen, mit denen man den fertigen Pie dekoriert.
Nun fettet man eine Spring– oder Pieform, ebenfalls ca. 20 cm Durchmesser, und drückt den Teig so hinein, dass ein ca. 1 cm hoher Rand entsteht. Den Teigboden sticht man mit einer Gabel mehrmals ein, füllt die Kürbismasse hinein und streicht sie glatt. Im vorgeheizten Backofen muss der Pie bei 175 °C etwa 60 bis 70 Minuten backen.
Traditionell bestäubt man den abgekühlten pumpkin pie nur am Kuchenrand mit Puderzucker und serviert ihn mit geschlagener Sahne.