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Boeuf Bourguignon

Boeuf Bourguignon

Zutaten für 4 Personen

Boeuf Bourguignon

Zubereitung

Am Vortag

  1. Das Fleisch in relativ große Portionsstücke schneiden. Auf einem Tuch abtrocknen.
  2. Etwas Öl in einer Pfanne bis kurz vor den Rauchpunkt erhitzen und das Fleisch in mehreren Portionen bei hoher Temperatur möglichst schnell von allen Seiten bräunen.
  3. Karotte, Zwiebel und Knoblauch würfeln und in etwas Butter in 5 Minuten weichschmoren.
  4. Fleisch und Gemüse etwas abkühlen lassen und zusammen mit den Pfefferkörnern und dem Wein in einen ausreichend großen kochfesten Gefrierbeutel geben. Den stellt man in ein großes Gefäß mit lauwarmem Wasser (darin kippt er nicht so leicht um) und gibt so viel Wasser bzw. Fond hinzu, dass das Fleisch bedeckt ist. Pro Liter Flüssigkeit 5 g Salz dazugeben, den Beutel gut verschließen und möglichst viel Luft herausdrücken.
  5. Den Ofen auf 68 Grad einstellen, das Gefäß hineinschieben und mindestens 24 Stunden garen. Wenn möglich die Wassertemperatur mit einem Digitalthermometer kontrollieren, sie sollte nach einigen Stunden 65 Grad betragen.

Boeuf Bourguignon Das Fleisch in mehreren Portionen bei hoher Temperatur möglichst schnell von allen Seiten bräunen

Boeuf Bourguignon Fleisch und Gemüse etwas abkühlen lassen

Boeuf Bourguignon Pro Liter Flüssigkeit 5 g Salz dazugeben, den Beutel gut verschließen und möglichst viel Luft herausdrücken.

zu 5. Wer nicht über einen exakt zu steuernden Ofen verfügt, kann sich mit der Kochkistenmethode behelfen: Das Gefäß mit dem Wasserbad wird in eine isolierende Hülle gestellt, zum Beispiel eine Styroporkiste. Dann gießt man kochendes Wasser zu, bis die Temperatur etwa 72 Grad erreicht. Sobald die Temperatur auf 60 Grad abgesunken ist, tauscht man einen Teil des Wassers gegen Kochendes aus, um wieder 72 Grad zu erreichen. Das dauert erfahrungsgemäß jeweils 3 bis 4 Stunden. In diesem Fall sollte man sich aus praktischen Erwägungen (Schlaf!) auf 12 Stunden Garzeit beschränken.

Fertigstellung

  1. Den Inhalt des Beutels in eine Schüssel geben, das Fleisch herausnehmen und zugedeckt warmstellen.
  2. Das Bouquet garni und Tomatenmark zugeben und den Sud kräftig reduzieren. Das ist auch deshalb wichtig, weil der gesamte Alkohol vom Wein noch drin ist.
  3. Durch ein Sieb geben, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und mit Speisestärke leicht binden.
  4. Die Zwiebeln schälen, in Salzwasser 5 Minuten vorgaren, abgießen.
  5. Ein Stück Butter in einer Sauteuse erhitzen, die Zwiebeln zugeben und mit dem Zucker überstäuben. 30 Minuten auf sehr kleiner Flamme garen, sie sollen nicht zu braun werden.
  6. Den Speck in 1 cm große Würfel schneiden, in kaltem Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Sofort abgießen. Anschließend bei milder Hitze auslassen und ganz leicht bräunen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das Fett bis auf ca. 2 Esslöffel abgießen.
  7. Die Champignons in dem Fett etwa 10 Minuten bei milder Hitze schmoren.
  8. Das Fleisch mit Zwiebeln, Speckwürfeln und Champignons auf Teller geben. Mit Sauce und Petersilie vollenden.
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Kuchenhilde meint :

Habe das Rezept am Wochenend ausprobiert, einfach genial. So zart und geschmacksintensiv kann ein ordinäres Gulaschstück also bei richtiger Behandlung werden.

Und es geht auch ohne digitales Bratenthermometer. Das Analogmodell neben dem Fleischbeutel ins Wasserbad gehängt und die Temperatur dann bei 65 Grad eingepegelt war durchaus funktional.

Vielen Dank nochmal für die schöne und einfache Anleitung

Vijay Sapre meint :

Wow, das freut mich aber!

Kristian Ditlev meint :

C'est pas mal, ça!

Susi Wilkat meint :

"Alle Achtung!"

noraysd meint :

Und schon kommen wir wieder auf unsere Ahnen zurück - toll. Danke

joethebest meint :

24 Std. garen ist doch voll crazy. Steht der Aufwand wirklich im Verhältnis zum Nutzen/Geschmack. Bin da so am zweifeln.

Peter Lewandowski meint :

Hab es jetzt seit gestern abend im Backofen und bin schon völlig gespannt Peter Lewandowski

Vijay Sapre meint :

Ich bitte um einen kleinen Bericht an dieser Stelle

Peter Lewandowski meint :

Im Prinzip alles okay. Bis auf paar kleine Stockfehler von mir. Weil es keine Rinderschulter am Samstag abend mehr im Bioladen gab, ein zu mageres Stück für dieses Rezept genommen und auch n Ermangelung eines Burgunders den falschen Wein aus dem Keller geholt. Beim nächsten Mal aber wird`s perfekt. Übernächsten Samstag für sechs Gäste...

Claus meint :

Hab vor einiger Zeit nach einem Rezept von Bau mal rinderschulter am Stück zubereitet (60 Stunden bei 60°), allerdings im Wasserbad. Das Ergebnis war überzeugend aber noch nicht perfekt. Es gab wahrscheinlich zu große Temperaturschwankungen. Nächstes Wochenende gibts den 2. Versuch - dann im Einkochautomat, der regelt hoffentlich genauer...

Andreas B meint :

Bei 80° C hatte ich auch schon einige Stücke Fleisch im Ofen, aber 65° ist nun wirklich eine Herausforderung! Bin das erstemal mit der Niedertemperaturgarmethode beim Grillen in Amerika in Berührung gekommen. Dort bereiten sie Fleischteile auf dem Grill zu die hierzulande niemals auf dem Grill landen würden. Schweineschulter am Stück, Ganze Spareribshälften, Rinderrippen oder Rinderbrust die indirekt mit Holzkohle bei ca. 120° C gegrillt werden für mehrere Stunden. Und zwischendurch immer Holzspäne (fürs gute Aroma) und neue Glühende Kohlen nachlegen werden.

Ich bin Koch!

BarBeQue meint :

Man kann anstelle eines Wasserbades auch einen Bratschlauch im Backofen benutzen. Ich habe letztens Kalbshaxen in Rotweinsauce gemacht bei 65°, 24 Stunden ... Genial

Ich bin Koch!

Manuel Santana meint :

Ich koche seit sehr langer Zeit bei sehr tiefen Temperaturen. Schon in meiner Lehrzeit kam der Schweinehalsbraten niedertemperatur bei 80 Grad 12 Stunden in den Hold-o-mat.

In meiner weiteren Karriere wurden dann die Temperaturen noch tiefer und irgendwann bin ich dann beim Sanft Garen angelangt. Buchtipp: Gabelzart

Bereits im zweiten Betrieb hab ich mir privat einen Hold-o-mat gekauft und seit einigen Jahren überlege ich mir nun ein Roner-Wasserbad zu kaufen, hab es aber aus verschiedensten Gründen noch nicht gemacht.

Zum Niedertemperaturgaren bei sehr tiefen Temperaturen ist etwas noch sehr wichtiges zu erwähnen: Das Fleisch sollte relativ frisch sein - man sollte also niemals Fleisch verwenden, dass bereits am Hautgout nahe ist!

Ausserdem sollte man sicher sein, dass es beim guten Metzger sehr hygienisch verarbeitet wurde und auch zu bei sich zuhause oder im Betrieb nicht zu lange draussen rumgelegen ist. Sonst ist es dann recht einfach möglich, dass man eine saure Überraschung erlebt.

morue meint :

Sehr überzeugend, ich werde das demnächst ausprobieren.

joethebest meint :

Vorteile der Niedertemperatur-Garmethode: Zartes Fleisch, geringer Fleischverlust, Fleisch lässt sich lange warmhalten und ist jederzeit servierbereit. Möchte nur bemerken, das diese Garmethode somit ideal den Anforderungen der Gastronomie/Profiküche entspricht. Aber wer den Aufwand auch zu Hause treiben muss. Meine alte Bratröhre tut es auch noch!

Zucchelly meint :

mich würde interessieren ob es mögliche wäre es bei 80 Grad 12 Stunden garen zu lassen, weil die 24 Stunden sind mir dann doch ein bisschen umständlich? btw. Frohes neues Jahr

Vijay Sapre meint :

Ja klar geht das. Ich würde tendenziell etwas unter den 80 Grad bleiben, so 72-75 bei 12 Stunden. Das Ergebnis ist dann deutlich näher an der klassischen Zubereitungsweise und man bekommt deutlich mehr Fond. Außerdem kann es passieren, dass die Beutel sich aufblähen, weil Gas entsteht, man muß sie deshalb etwas von oben beschweren, damit sie unter Wasser bleiben.

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