
Glutamat wird in der westlichen Welt oft als gesundheitsschädlicher Geschmacksverstärker verteufelt. Nur wenige wissen, dass dieser Stoff in jeder Zelle unseres Körpers vorkommt und in vielen Lebensmitteln ganz natürlich enthalten ist. Vijay Sapre hat sich in der neuen Ausgabe von Effilee (EVT: 30.10.2009) deshalb einmal ganz ausführlich mit dem umstrittenen Pulver auseinandergesetzt: Was hat es mit dem ominösen fünften Geschmack Umami auf sich? Und wie lässt sich das Wissen um das natürliche Vorkommen von Glutamat einsetzen, um richtig lecker zu kochen?
Neben dem Thema Glutamat enthält die siebte Ausgabe von Effilee wieder eine ganze Reihe spannender Reportagen. Evelyn Holst hat die Frage umgetrieben, was Köche eigentlich in ihrer Freizeit machen, um sich vom Stress in der Küche zu erholen. Bei ihren Nachforschungen stieß die Autorin auf Maler, Viehzüchter und Tangotänzer. May Solga wollte wissen, wie gut sich Kinder mit Essen auskennen. Ihr Fazit: besser, als man denkt. Manuela Rüther begab sich im Kölner Untergrund auf die Suche nach Pferdemetzgern. Und Ursula Heinzelmann besuchte die renommierte Food-Historikerin Barbara Ketchum Wheaton, um mehr über alte Kochbücher zu lernen. Sehenswert ist außerdem Thomas Herbrichs fotografische Inszenierung der Weihnachtsgeschichte in einer Wursttheke.
Die Spitzenküche ist mit Joachim Wissler im Heft vertreten, der Küchenchef des Vendôme erklärt im Interview »Ein Teller« seine Interpretation einer Champignonwiese. Das Team der Effilee-Modeproduktion war diesmal in Victor's Gourmet-Restaurant zu Gast.
Natürlich kommen auch Rezepte für den eigenen Herd nicht zu kurz. Alexander Kasbohm hat sich in der Serie »Drei Töpfe« mit Pfannkuchen verwöhnen lassen. Stevan Paul kocht in seiner »Deutschstunde« ein fränkisches Wirtshausessen: Blaue Zipfel. Passend zur Jahreszeit bringt die neue Effilee eine Rezeptstrecke mit wundervoll schweren und süßen Mehlspeisen. Außerdem hat die Redaktion sich ordentlich ins Zeug gelegt und mit Gans, Hummer und anderen guten Dingen eine festliche Tafel gedeckt – natürlich alles selbst gekocht!
Das Magazin für Essen und Leben feiert Geburtstag: Mit der sechsten Ausgabe (EVT 28.08.2009) vollendet die neue Foodzeitschrift Effilee ihr erstes Jahr. Vom ersten bis zum aktuellen Heft sind neue spannende Autoren, Fotografen und Illustratoren zu Effilee gestoßen. Und für jede Ausgabe fanden sich namhafte Köche, die Zeit und Mühe aufwandten, um den Lesern ihre Kunst zu erklären oder die ihr Restaurant als Location für die Modeshootings des Magazins zur Verfügung stellten. So konnte Effilee immer besser werden und sich erfolgreich auf dem deutschsprachigen Markt etablieren. Die sechste Ausgabe musste sogar um 16 Seiten verlängert werden.
Lange Lesestrecken bilden nach wie vor ein tragendes Element des Magazins, wobei sich die thematische Vielfalt von der Sterneküche bis zum eigenen Herd bewährt hat. In der sechsten Ausgabe berichtet Vijay Sapre von der Tour de Force, die er gemeinsam mit erfahrenen Sommelièren und Sommeliers durch die Weinkeller in Burgund unternahm. Manuela Rüther wagt sich in die unbekannte Welt der Innereien und lernt Schlachttiere von Kopf bis Fuß schätzen. Maike Steenblock hat sich gefragt, wie es in Zeiten von Billig-Bio um Bio-Feinkost bestellt ist, und Gerhard Waldherr war im Jemen unterwegs, um den Kaffee dort zu probieren, wo er ursprünglich herstammt. Außerdem erscheint als Vorabdruck aus Stevan Pauls Geschichtensammlung »Monsieur, der Hummer und ich« die Erzählung »Sommersprossen«.
In der Rubrik Kochkunst gibt es diesmal gleich Zwei Teller: Im Schlosshotel Lerbach erklären Dieter Müller und Nils Henkel jeweils ein Gericht. In der Rubrik Eigener Herd locken Rezeptideen zu einem spätsommerlichen Ausflug in den Biergarten. Und Vijay Sapre verrät, warum Fleisch seinen Geschmack durch Niedrigtemperaturgaren besser entfaltet.
Last not least wartet die sechste Ausgabe mit einem Highlight für Fußballfreunde auf. Effilee lud die Redaktion der Fußballzeitschrift »11 Freunde« ins Kochatelier Berlin, wo sie gemeinsam mit Heiko Antoniewicz Elfmeterpunkte, Trainers Alptraum und andere Fangerichte auf die Teller brachte.
Spitzenküche und Mode sind durchaus vereinbar. Die Gourmandise gilt in Deutschland zwar oft als ernste Angelegenheit, aber das muss sie nicht sein. Auch in einem Sterne-Restaurant darf man Spaß haben. Und schließlich bedeutet ausgehen immer auch, sich zu zeigen, egal ob in der Kirche, in der Oper oder im Restaurant. Deshalb präsentiert die fünfte Ausgabe von Effilee auf dem Cover diesmal keinen Teller, sondern Mode.
Im Magazin gibt es wieder viel zu lesen: Peter Lau hat nachgeforscht, wie sich die Currywurst vom Arbeiter-Imbiss zum Edel-Snack entwickeln konnte. Ela Rüther berichtet über Straßenimbisse in Togo, in denen sie so manches über afrikanisches Essen gelernt hat – und über Geduld. Ralf Grötker hat das neue Buch des Food-Autoren Michael Pollan gelesen und sich Gedanken darüber gemacht, von wem man sein Essen kaufen sollte.
Die Sterneküche ist diesmal mit Jörg Sackmann vertreten, der einen Teller mit Sockeye Wildlachs und Jaromakohl in Eukaplyptusrinde erklärt. Außerdem stellen Stylstin Britta McCay, Fotograf Hadley Hudson und Model Margarita ihre Sicht auf Nils Henkels Schlosshotel Lerbach vor.
Passend zur Jahreszeit liefert Effilee #5 erfrischende Kombinationen aus Salaten und Drinks und zelebriert mit einem Restaurant- und Rezeptstreifzug durch Berlin den Sommer in der Stadt. Und damit nicht genug: sechs Frühstücksvariationen führen quer durch Europa, Vijay Sapre verrät, wie man Wasser und Öl vereinigt und warum Mayonnaise so lecker ist, und Herr Paulsen kocht ein köstlich klassisches Leipziger Allerlei.
Pünktlich zum Frühjahr macht die neue Ausgabe des Foodmagazins Effilee Lust auf Genuss – mit leckeren Rezepten, opulenten Bildern und vielen kulinarischen Reportagen. Einen Schwerpunkt bildet diesmal das Thema »Genuss ohne Reue«. Butter, Sahne und Sauce essen und trotzdem ein gutes Gewissen haben – geht das? Ja, meint Vijay Sapre. Man darf alles essen, sofern man es genießen kann, denn selbst Genuss mit Reue ist allemal besser als Reue ohne Genuss. Was aber jeder einzelne für genießbar hält, ist eine Frage der Einstellung. Das zeigen die Reportagen in der vierten Ausgabe von Effilee. Mit dabei sind diesmal folgende Themen:
Lucy Cavendish isst für ihr Leben gerne. Als Food-Redakteurin des Observers hatte sie ausreichend Gelegenheit dazu, doch seit man sie auf Grund ihres Körperumfangs für schwanger hält, hadert sie mit ihren Pfunden. Ihren Kampf schildert sie in »Ich bin nicht schwanger, ich bin fett!«.
»Genuss ohne Reue« steht auch für die Veganer im Zentrum ihrer Ernährungsgewohnheiten, wenn auch auf ganz andere Weise. Um keine Tiere töten zu müssen, verzichten sie auf Fleisch und tierische Produkte. Aber nicht alle sind militante Tierrechtler. Michaela Schlagenwerth zeigt in der Reportage »Nein, meine Freunde ess' ich nicht«, wie unterschiedlich Veganismus in Deutschland inzwischen gelebt wird.
Die Bauern im niedersächsischen Eichsfeld dagegen schrecken vor dem Töten nicht zurück. Sie schlachten ihre Tiere noch auf dem eigenen Hof, und für sie bedeutet das vor allem eine Menge Arbeit. Manuela Rüther hat sie dabei beobachtet und stellt in ihrer Reportage »Vom Schlachten« fest, dass das frische Mett des Schlachttiers gar nicht eklig ist, auch wenn es noch Körpertemperatur besitzt.
»Genuss ohne Reue« - in Zeiten der Krise kann das auch eine schlichte, preiswerte Küche bedeuten. Vijay Sapre hat das passende Krisen-Rezept parat: ganz simples, aber unglaublich leckeres Kartoffelpürree. Außerdem zaubert in der vierten Ausgabe von Effilee Heinz Wehmann Variationen vom Spargel, Wolfgang Schardt und Anne Katrin Weber kleckern, und Juan Amador erklärt einen Teller »Kraut und Rüben«. Modefotografie stammt diesmal aus Jörg Sackmanns Restaurant Schlossberg, Grillrezepte locken zum Chillen in den Garten, Herr Paulsen kocht in seiner Deutschstunde Frankfurter Grüne Sauce, und Alexander Kasbohm lässt sich von einer Japanerin, einer Finnin und einer Schweizerin Frühstück servieren.
Was bleibt übrig, wenn die Teller leer sind, die Gespräche verhallt und die Tische verlassen? Wo sind die Menschen geblieben, wo das Fest? Mit diesem Titelthema erscheint die dritte Ausgabe des neuen Food-Magazins Effilee. Astrid Grosser hat dazu auf ihren Reisen verlassene Tische fotografiert. Der dänische Autor Kristian Ditlev Jensen hat sich anhand der Bilder auf die Suche begeben nach den Erinnerungen, nach den Menschen und nach der Seele des Essens. Entstanden ist eine poetische Strecke über die Leere.
Um die Erinnerungen ans Essen geht es auch in der Reportage „Das war lecker!“. May Solga hat dafür die Bewohner eines Seniorenheimes befragt und sich von längst vergessenen Gerichten erzählen lassen – von Sauerampfergelee, Grützwurst und Snuten und Poten. Schwarz-weiße Porträtfotografie von Jo Jankowski begleitet den Text.
Dass Bierbrauen unter Palmen nicht nur ein Traumjob ist, sondern auch harte Arbeit bedeutet, schildert Julia Wesseloh. Sie begleitet den Alltag von Oliver Wesseloh, der auf den karibischen Kaimaninseln das international prämierte Caybrew produziert. In einer weiteren Reisereportage führt die dritte Ausgabe von Effilee ihre Leser in die Weinbauregion Vallée du Rhône, unter anderem zu der Winzerlegende Henri Bonneau.
Mit dabei im dritten Heft ist außerdem Harald Wohlfahrt, der seinen Teller »Soufflierte Rebhuhnbrust mit Pilzschuppen, Innereien-Croûton und winterlichem Gemüsebouquet« erklärt. Opulente Modefotografie stammt diesmal aus dem »Amador«. Vijay Sapre macht sich in einem Wissensfeature Gedanken über die vermeintlich einfachste Übung in der Küche: die Zubereitung von Eiern. Alexander Kasbohm lässt sich drei Töpfe Muscheln servieren. Für Verliebte und Vernaschte gibt es leckere Rezepte für ein Wochenende zu zweit. Und Herr Paulsen schreibt in seiner »Deutschstunde« über schwäbische Maultaschen.
Alle Rezepte des Heftes sind zusammen mit weiterführenden Informationen online unter www.effilee.de zu finden.
„Magazin für Essen und Leben“ - so nennt sich das neue Foodmagazin Effilee im Untertitel. Schon beim ersten Durchblättern wird deutlich, dass es sich nicht in erster Linie um ein Rezeptheft handelt: Lange Lesestrecken wechseln sich mit opulenten Bildern ab; es sind auf jeden Fall mehr Menschen als Teller zu sehen. Thematisch wird ein weiter Bogen gespannt, vom noblen Landhaus Scherrer an der Hamburger Elbchaussee bis hin zu Biobauern in Ecuador. „Wenn man anfängt, sich intensiver mit dem Essen zu beschäftigen“, erklärt Herausgeber Vijay Sapre, „trifft man allerorten auf leidenschaftlich engagierte Menschen, die mit beeindruckender Hingabe ihrem Beruf nachgehen. Von diesen Menschen wollen wir berichten, das ist wirklich interessant.“
Neben den Geschichten werden wissenschaftliche Grundlagen erklärt oder auch einfach mal kommentarlos ein eingedeckter Tisch auf einer Doppelseite abgebildet. Dazwischen gibt es Portraits eines Schokoladenhändlers und eines Kochbuchverlegers, persönliche Erfahrungsberichte mit „Getrunkenen Flaschen“ und eine Seite über das alltägliche Essen einer Familie in Japan. Die Gestaltung ist klar und zurückgenommen, mit dem Blick für das Ganze und mit Liebe zum Detail.
Effilee ist aus dem gleichnamigen Internetportal hervorgegangen, das seit 2004 online ist, bis 2007 unter dem Namen Kochpiraten. Sapre hält nicht viel von der Aufteilung in neue und alte Medien. „Es geht ja eigentlich nur darum, das richtige Medium für den jeweiligen Einsatzzweck zu wählen. Internet ist super, wenn es um Aktualität und Durchsuchbarkeit geht, um Geschichten zu erzählen, ist Print auf jeden Fall geeigneter.“ Der Herausgeber, der 1996 das Autoportal mobile.de gegründet hatte, das 2005 an Ebay verkauft wurde, freut sich auch, nach zehn virtuellen Jahren wieder einmal etwas zu produzieren, das man in die Hand nehmen kann.
Der Begriff Effilee stammt übrigens aus dem Französischen; so wird Geflügel bezeichnet, das gerupft aber mit Kopf, Füßen und Innereien in den Handel kommt. In Frankreich ist das noch häufig anzutreffen, der Vorteil liegt zum einen in der längeren Haltbarkeit und zum anderen darin, dass man Rückschlüsse auf die Haltung ziehen kann. Anders als Käfighühner haben Tiere, die im Freien aufgezogen wurden, nämlich ansehnliche, gesunde Füße.
Alle finden den Namen Kochpiraten toll. Trotzdem haben wir beschlossen, uns von ihm zu verabschieden und uns in Zukunft Effilee zu nennen. Manchmal gibt es eben Dinge, von denen man ganz sicher weiß, daß sie richtig sind, auch wenn man es nicht wirklich erklären kann. Zum Glück sind wir keine Unternehmensberater, so konnten wir jetzt aufhören nachzudenken und probieren es einfach aus!
Mit dem neuen Namen (und der neuen Adresse www.effilee.de ) gibt es auch auf der Seite einige Neuerungen. So gibt es ab jetzt:
Die Nutzer können jedes Restaurant auch selbst bewerten und Kommentare zu den Artikeln abgeben, wenn sie ein Restaurant besucht haben. So entsteht nach und nach eine große Datenbank in der sich offizielle“ Bewertung und Nutzermeinung ergänzen. Ausführliche Profile der meisten Spitzenköche finden sich ebenfalls auf der Seite und in Kürze werden auch genauere Beschreibungen der Restaurants folgen. Die Suche erfolgt nach Bewertungskategorie oder Postleitzahl.
Viel Wert haben wir darauf gelegt, den Nutzern mehr Möglichkeit zu geben Untereinander in Kontakt zu treten, Diskussionen zu führen und sich auszutauschen. Denn Leidenschaft, und auch die leidenschaftliche Debatte gehören zum Kochen dazu.
Die Gestaltung der Seite ist klarer geworden und soll es dem Nutzer leichter machen, die gesuchten Artikel zu finden und eigene zu erstellen. Ob es um Tipps und Rezepte für Plätzchen, Stollen und Weihnachtsgans geht, oder um Hintergrundinformationen und geschichtliches über Zimt, Nouvelle Cuisine oder Kannibalismus.
Was uns fasziniert an der Küche, vor allem an der Spitzenküche, sind Sorgfalt, Hingabe und kompromissloses, manchmal geradezu irrationales Qualitätsbewusstsein. Auf die Dauer konnten wir das mit dem Bild des Piraten nicht in Einklang bringen.“ erklärt Effilee-Gründer Vijay Sapre die Namensänderung, Mit Effilee gelingt uns das besser.“
Es hat unter anderem die Bedeutung "schärfen, anspitzen" und es steht auch für eine besonders naturbelassene Handelsform erstklassigen Geflügels. Man könnte natürlich trefflich darüber schwafeln, warum man sich nach nächtelangen Diskussionen auf ausgerechnet diesen Namen festgelegt hat. Die Wirklichkeit ist natürlich viel banaler: Wir hatten wegen eines anderen Projektes noch die Domain effilee.de und es klingt halt ganz gut. So gut, daß wir beschlossen haben: Das können und wollen wir mit Leben füllen. Und zwar ab jetzt."
Effilee betreibt unter www.effilee.de ein offenes, gemeinschaftliches Wissensnetzwerk für alle, denen Essen und Trinken nicht egal ist. Raffiniert konstruiert, aber einfach zu handhaben: Dieses Bauprinzip sorgt für einen maximalen Lese- und Informationsfluss auf der Seite. Jeder kann als Autor tätig werden. Die Beiträge dürfen sachlich-informativ, unterhaltsam oder frech ausfallen. Am besten aber alles zusammen. Effilee- (und Kochpiraten-) Gründer Vijay Sapre hat bereits maßgeblich an einer der großen Erfolgsgeschichten des deutschen Internets mitgeschrieben: Als Gründer des Automobilmarktes mobile.de. Nach dem Verkauf des Unternehmens wollte er sich den "wirklich wichtigen Dingen" zuwenden und besann sich auf seine Leidenschaft für die Küche.
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