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Der Internationale Eckart Witzigmann Preis 2011
Wenn der Chef ruft, kommt man natürlich gern nach München, vor allem, wenn der Anlaß die Verleihung des Internationalen Eckart Witzigmann Preises ist, den ja immerhin auch schon Prinz Charles, Dieter Müller und Anne-Sophie Pic erhalten haben. Interessant ist das auch deshalb, weil es mir Gelegenheit gab, mir mal die ganz spezifisch Münchener Szene anzusehen, zu der man als Hamburger kaum Berührungspunkte hat.
Eckart Witzigmann mit Charme und Emotion
Die Preisverleihung fand im Gobelinsaal des Restaurants Lenbach statt, wie ich lernen durfte nicht zu verwechseln mit dem Lenbachhaus, das ist nämlich ein paar Kilometer weit weg und seit Monaten Baustelle, umgeben von einem Zaun, der jedenfalls im Smoking nicht zu überklettern war. Glücklicherweise kam ein netter Taxifahrer vorbei, der gerade eben Fahrgäste in Abendgarderobe von hier nach dort gefahren hatte und schlau dachte, er sähe wohl besser mal nach, ob noch andere den gleichen Fehler begangen hätten.
Eckart Witzigmann empfängt jeden Gast persönlich, der Schalk blitzt aus seinen Augen, er genießt seine Rolle. Wer ihn mal persönlich erlebt hat und weiß, was für ein charmanter und schlagfertiger Gesprächspartner er ist, bedauert, wie vorsichtig und zurückhaltend er in der Öffentlichkeit agiert, aber dennoch: sein Witz und auch die echte Emotion kommen immer wieder durch. Preisträger in diesem Jahr sind: Nadia und Antonio Santini aus Italien, Daniel Boulud aus den USA, Claus Peter Lumpp aus Baiersbronn, Manfred Friedel, Tohru Nakamura aus den Niederlanden, Johann Willsberger aus der Schweiz, sowie anläßlich des 40. Jubiläums des Tantris Fritz Eichbauer, Heinz Winkler und Hans Haas aus München.
Nadia und Antonio Santini, Auszeichnung für das Lebenswerk
Daniel Boulud vom Daniel’s in New York, Auszeichnung für Große Kochkunst
Claus-Peter Lumpp, Auszeichnung für Lebenskultur und Nachhaltigkeit
Manfred Friedel, Auszeichnung für Gastgeberkultur
Tohru Nakamura, Nachwuchspreis
Johann Willsberger, langjähriger Herausgeber des Magazins ‘Gourmet’, Preisträger Koch-Kunst
Die drei vom Tantris: Witzigmann, Winkler und Haas
… und Fritz Eichbauer, der Mann, der Eckart Witzigmann aus Washington nach München holte und alles erst möglich machte
Anschließend gibt es natürlich etwas zu essen, im Königshof bitten zu Tisch: Harald Wohlfahrt, Günter Seeger, Jörg Sackmann, Martin Fauster und Alfred Klink. Nun sind Preisverleihungen eine Sache, beim Dinner mit Größen wie Marc Haeberlin, Daniel Boulud, Fritz Eichbauer und Eckart Witzigmann an einem Tisch zu sitzen ist nochmal was ganz anderes. Das war eine Lehrstunde in Sachen konzentriert Essen, jeden Gang analysieren und verstehen und trotzdem viel Spaß und ausreichend Wein dabei haben. Großartig. Herausragend übrigens dann doch wieder der Gang von Harald Wohlfahrt. Schön, dass wir als Medienpartner dabei sein durften.
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