Aus der Redaktion

Monsieur, der Hummer und ich

Vijy Sapre liest Ste­van Paul

Bild122 518x388 Monsieur, der Hummer und ich

Das Buch macht auf dem Redak­teurs­schreib­tisch eine gute Figur

Gerade druck­frisch auf mei­nen Tisch geflat­tert, das Buch von Ste­van Paul. Eine Geschichte kenne ich ja schon, da wir sie in Effi­lee #6 vor­ab­ge­druckt haben, und ehe ich michs ver­sah, habe ich auch noch zwei andere gele­sen. Ste­van schreibt, wie er kocht, ohne Schnör­kel aber stets auf den Punkt, wit­zig immer nur dann, wenn es auch ange­bracht ist und die drei Erzäh­lun­gen, die ich bis­her gele­sen habe sind exakt genau so lang, wie sie sein müs­sen, das kön­nen nur wenige.

2. September 2009
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KNIGGE WEISS RAT

Wahre Freunde

Ein Freund ist davon über­zeugt, dass er spit­zen­mä­ßig kochen kann. Jetzt will er einen Catering-Service eröff­nen, aber ich finde, so gut kocht er gar nicht. Ich fürchte, er wird schei­tern, aber ich habe Angst, ihn zu ver­let­zen, wenn ich ihm abrate. Kön­nen Sie mir einen Rat geben?

»Weich­ge­kochte See­len tau­gen nicht zur Freund­schaft. Man muß das Herz haben, Wahr­heit zu sagen und Wahr­heit anzu­hö­ren, auch dann, wenn diese Wahr­heit hart ist und unser Inners­tes erschüt­tert. Der Frei­brief eines Freun­des, dem andern die Wahr­heit nicht zu ver­heh­len, berech­tigt ihn aber nicht, dies mit Grob­heit, mit Unge­stüm, mit Zudring­lich­keit zu tun, ihn durch lange Pre­dig­ten zu ermü­den und zu erbit­tern oder mit ängst­li­chen Besorg­nis­sen zu erfül­len, wenn sei­nem Tem­pe­ra­mente oder den Umstän­den nach gar kein Nut­zen davon zu erwar­ten steht.«

Adolph Freiherr Knigge:
Über den Umgang mit Menschen


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