Koch

Wohlfahrt, Harald

Der deut­sche Meis­ter­koch aus der Schwarzwaldstube

harald wohlfahrt 198x236 Wohlfahrt, Harald

Seit 1980 ist Harald Wohl­fahrt in der Schwarzwaldstube

Kind­heits­er­leb­nisse auf dem groß­el­ter­li­chen Bau­ern­hof im Schwarz­wald haben Harald Wohl­fahrt, 1955 in Lof­fenau gebo­ren, früh­zei­tig einen beson­de­ren Sinn für die Natur und ihre Pro­dukte ver­mit­telt. »Mit ihnen zu arbei­ten und sie zu ver­edeln« war seine Moti­va­tion, den Beruf des Kochs zu ergrei­fen. Doch selbst der bekann­teste Koch Deutsch­lands hat mit einem typi­schen Kin­der­es­sen seine Küchen­pra­xis gestar­tet: mit Pfannkuchen.

Aus der Praxis

Was Rezepte angeht, ist Harald Wohl­fahrt so akku­rat wie kon­ser­va­tiv: Grund­re­zepte wer­den hand­schrift­lich notiert und in einem Ring­buch abge­hef­tet. Der Per­fek­tio­nist zeigt sich bei der Wahl sei­nes liebs­ten Küchen­ge­räts, denn dabei han­delt es sich um eine lange Pin­zette, die er zum Kor­ri­gie­ren beim Anrich­ten nutzt. Ob er sie auch für sein Para­de­ge­richt noch benö­tigt, ist nicht bekannt – lackierte Taube mit Tan­nen­ho­nig und schwar­zem Pfef­fer. Als erd­ver­bun­den im wahrs­ten Sinne des Wor­tes erweist sich Wohl­fahrt, wenn man ihn nach sei­nem Lieb­lings­pro­dukt in der Küche fragt: Steinpilze.

Lob ist ein zwei­schnei­di­ges Schwert für Wohl­fahrt. Einer­seits gibt es nichts, was ihn so sehr freut wie ehr­li­che Aner­ken­nung; ande­rer­seits ärgert er sich sehr, wenn Gäste das Lob in Wahr­heit nicht so meinen.

Wer selbst den Berufs­weg des Kochs ein­schla­gen möchte, dem rät Wohl­fahrt, sich bei­zei­ten zu ent­schei­den, in wel­che Rich­tung man gehen will: Restau­rant oder Hotel, Küchen­di­rek­tor, Pos­ten­chef, Allein­koch etc.

Per­sön­li­ches

Da sich immer die Mög­lich­keit eröff­net, andere Stile ken­nen zu ler­nen, geht Wohl­fahrt in allen gro­ßen Restau­rants gern essen. Sein pri­va­tes Lieb­lings­ge­richt wird er dort aber wohl sel­ten fin­den, denn dabei han­delt es sich um einen tra­di­tio­nel­len schwä­bi­schen Ein­topf mit Och­sen­fleisch, Gemüse, Kar­tof­feln und Spätzle namens Gais­bur­ger Marsch.

Ler­nen kann man von allen Kol­le­gen etwas, meint Wohl­fahrt – für diese Seite emp­fiehlt er den­noch dezi­diert einen bestimm­ten Koch, näm­lich Jörg Sack­mann.

Beson­dere Auszeichnungen

  • 2002: Ver­dienst­me­daille des Lan­des Baden-Württemberg
  • 2003: Ver­dienst­me­daille des Tou­ris­mus­ver­ban­des Baden-Württemberg
  • 2004: Bun­des­ver­dienst­kreuz am Bande
  • 2005: Ehren­preis für große Koch­kunst von Les Amis de l’Art de Vivre
  • 2006: Son­der­eh­rung des Jah­res im Gault Millau
  • 2007: Laut Aral Schlem­merat­las mit 5 Koch­löf­feln zu den Spit­zen­kö­chen des Jah­res zählend
  • 1991: Koch des Jah­res im Gault Millau

Sta­tio­nen

  • 1971 – 1973: »Mönchs Wald­ho­tel«, Dobel (Nord­schwarz­wald) – Aus­bil­dung zum Koch
  • 1974 – 1976: Restau­rant »Stahl­bad«, Baden-Baden
  • 1976 – 1978: »Traube Ton­bach«, Bai­ers­bronn – Sau­cier (noch vor Eröff­nung der »Schwarz­wald­stube«); Prak­tika u. a. bei Eck­art Wit­zig­mann, Mün­chen und Alain Cha­pel, Mionnay
  • 1978 – 1980: »Schwarz­wald­stube« in der »Traube Ton­bach« – stell­ver­tren­der Küchen­chef (unter Wolf­gang Stau­den­maier)
  • 1980: Prü­fung zum Küchen­meis­ter, seit­dem Küchen­chef in der »Schwarzwaldstube«

Kon­takt

Schwarz­wald­stube im Hotel Traube Ton­bach
Ton­bach­straße 237
72270 Bai­ers­bronn
Tel: +49 (0)74 42 4 920
Fax: +49 (0)7442 49 26 92

7. Juni 2006
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