Koch

Manier, Stefan

Koch­schürze statt Poli­zei­uni­form: Ste­fan Manier wollte eigent­lich Poli­zist wer­den, die Küche begeis­terte ihn aber mehr

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Ste­fan Manier war Grün­dungs­mit­glied der Köch­ver­ei­ni­gung Junge Wilde

Eigent­lich wollte er Poli­zist wer­den. Doch ein paar Tage beim Bun­des­grenz­schutz haben Ste­fan Manier dazu bewo­gen, seine Berufs­wahl noch ein­mal zu über­den­ken. Die Begeis­te­rung bei einem Prak­ti­kum als Koch tat ihr übri­ges, um schließ­lich die Ent­schei­dung zuguns­ten einer Lauf­bahn zwi­schen Herd und Töp­fen her­bei­zu­füh­ren – in Anbe­tracht Mani­ers kuli­na­ri­scher Erfolge die rich­tige Wahl. „Von Anfang an Gas geben“ — das ist Mani­ers Rat an alle, die den Koch­be­ruf ergrei­fen wol­len, denn die Bran­che bie­tet Ein­satz­freu­di­gen viel­fäl­tige Mög­lich­kei­ten. Wenn die Lei­den­schaft kocht

Seit August 2005 ist Ste­fan Manier Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der HOST GmbH und Betrei­ber des Gast­haus Strom­berg in Waltrop. Die Lei­tung wurde ihm von Freund, Geschäfts­part­ner und Ster­ne­koch Hol­ger Strom­berg über­ge­ben, da sich die­ser vor­wie­gend in Mün­chen um eigene Gas­tro­no­mie­kon­zepte küm­mert. Zuvor war Manier 4 Jahre Küchen­chef im Relais & Cha­teaux Hotel Jagd­hof Glas­hütte im west­fä­li­schen Bad Laasphe.

Seine Aus­bil­dung absol­vierte Ste­fan Manier im Hotel Berg­kur­park in Bad Pyr­mont. Seit­her war er in vie­len aus­ge­zeich­ne­ten Häu­sern in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz tätig, dar­un­ter in der berühm­ten Resi­denz Heinz Wink­ler in Aschau am Chiem­see. Den begehr­ten Miche­lin Stern erhielt Manier im Jahre 2001 im Ars Vivendi.

Auch neben sei­ner täg­li­chen Arbeit ist Ste­fan Manier seit jeher ein enga­gier­ter Ver­tre­ter sei­ner Zunft. Er war Grün­dungs­mit­glied der 1997 ent­stan­de­nen Köche­ver­ei­ni­gung „Junge Wilde e.V.“. Der Zusam­men­schluss her­aus­ra­gen­der Nach­wuchs­kö­che setzt sich für junge, fri­sche, avant­gar­dis­ti­sche Koch– und Gas­tro­no­mie­kon­zepte ein. Außer­dem ist er Mit­glied der Gruppe „FC Ruhrgebiet.

2008 erwei­terte Ste­fan Manier sein Unter­neh­men und baute in Dort­mund das B1* by Ste­fan Manier. In einem 250 qm gro­ßen Loft kom­bi­niert er Küche, Lounge und Gour­met­re­stau­rant in per­fek­ter Art und Weise. Und dies in voll­kom­men pri­va­ter und exklu­si­ver Atmo­sphäre über den Dächern der Stadt. Zusätz­lich wurde ein Fein­kost­han­del auf­ge­baut. Hier bie­tet Ste­fan Manier Pro­dukte an, mit denen er auch in sei­nen Küchen arbeitet.

Küchen­pra­xis

Auf einen bestimm­ten Stil lässt das Grün­dungs­mit­glied der Koch­ver­ei­ni­gung „Die jun­gen Wil­den“ sich nicht fest­le­gen. Das ein­zige fixe Gesetz in Mani­ers Küche lau­tet: Es muss schme­cken. Um die­ses Ergeb­nis zu erzie­len, lässt er sich von Instinkt und Expe­ri­men­tier­freude lei­ten. Da ihm alles glei­cher­ma­ßen Spaß macht, hat er kein beson­de­res Para­de­ge­richt. Auch ein spe­zi­el­les Lieb­lings­kü­chen­ge­rät kann er nicht nen­nen, obwohl schöne Mes­ser durch­aus ihre Fas­zi­na­tion auf Manier aus­üben — bevor­zugt die­je­ni­gen von Güde. Sehr gern arbei­tet er mit Gewür­zen. Rezepte wer­den auf dem Note­book notiert. Zufrie­dene Gesich­ter nach dem Genuss sei­ner Krea­tio­nen sind für Manier Anlass zur Freude, beson­ders, wenn die Gäste seine Arbeit wirk­lich zu schät­zen wissen.

Pri­vat

Gebo­ren wurde Manier 1970 in Bad Pyr­mont. Sein per­sön­li­ches Leib­ge­richt sind Wie­ner Schnit­zel. Aus­wär­tig kuli­na­risch ver­wöh­nen lässt er sich gern mit exklu­si­ve­ren Genüs­sen, am liebs­ten im spa­ni­schen Gourmet-Mekka elBulli. Von des­sen Inha­ber und Chef­koch Fer­ran Adrià kön­nen Mani­ers Mei­nung nach alle seine Koch­kol­le­gen noch viel ler­nen. Beson­ders schätzt Manier außer­dem sei­nen Part­ner Hol­ger Strom­berg.

Auf der Seite von Effi­lee sähe er gerne Michael Witt­mann aus dem „Land­gast­hof am Let­ten“ in Lauf an der Preg­nitz porträtiert.

Sta­tio­nen

  • Aus­bil­dung: Hotel Bergkurpark
  • Wer­de­gang: Carl­ton Hotel St.Moritz (CH), Bür­gen­stock Hotels Luzern (CH), Cava­lieri Hil­ton Roma (I), Restau­rant La Scala im Vienna Plaza Wien (A), Gast­hof zur Post Lech am Arl­berg (A), Resi­denz Heinz Wink­ler Aschau (D), Hotel Gut Ising am Chiem­see (D)
  • Küchen­chef im Relais&Chateaux Hotel Jagd­hof Glas­hütte in Bad Laasphe
  • ab 2005 geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der HOST GmbH
  • Betrei­ber des Gast­hau­ses Strom­berg in Waltrop
  • Grün­dungs­mit­glied im Ver­ein „Die jun­gen Wilden“
  • Mit­glied in der Gruppe „FC Ruhrgebiet“

Erwäh­nens­wer­tes

  • 2003 vom Aral Schlem­mer Atlas mit 9 wei­te­ren Köchen Deutsch­lands aus­ge­zeich­net für beson­dere kuli­na­ri­sche Leistungen
  • 2003 von der Zeit­schrift „Der Fein­schme­cker“ nomi­niert zum „Auf­stei­ger des Jahres“
  • 2005 in der Rang­liste der Zeit­schrift „Euro“ für alle gewer­te­ten Restau­rants Deutsch­lands auf Platz 50

Kon­takt

Gast­haus Strom­berg
Dort­mun­der Straße 5
45731 Waltrop
Tele­fon: +49 (0)2309 4 228
Fax: +49 (0)2309 9 20 317

B1* by Ste­fan Manier
Rose­mey­er­straße 14
44139 Dort­mund
Tele­fon: +49 (0)151 54 76 69 26

29. Januar 2007
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