Koch

Fleischhacker, Rüdiger

Früh übt sich: Schon in sei­ner Kind­heit konnte Rüdi­ger Fleisch­ha­cker eine Hol­lan­daise auf­schla­gen und Kar­tof­feln in Win­des­eile schälen

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Rüdi­ger Fleisch­ha­cker liebt das Kochen mit Steinpilzen

Die Mög­lich­keit, durch krea­ti­ves Arbei­ten mehr aus einem Pro­dukt zu machen, war einer der Haupt­an­reiz­punkte für Rüdi­ger Fleisch­ha­cker, gebo­ren 1976 in Hameln, den Beruf des Kochs zu erler­nen. Zudem ist er in einem gas­tro­no­mi­schen Fami­li­en­be­trieb aufgewachsen.

Schon vor sei­ner Koch­lehre hat Fleisch­ha­cker in der Küche sei­nes Vaters erste Erfah­run­gen am Herd sam­meln kön­nen. Kein Pro­blem war es damals für ihn, eine Hol­lan­daise auf­zu­schla­gen und im Kar­tof­fel­schä­len war er schon in frü­her Kind­heit ein Voll­profi. Aller­dings sind keine bestimm­ten Gerichte aus die­ser Zeit übrig geblie­ben, die heute noch auf sei­ner Spei­se­karte zu fin­den sind.

Aus der Praxis

Die meis­ten sei­ner Rezepte hat sich Rüdi­ger Fleisch­ha­cker wäh­rend sei­ner Wan­der­jahre ein­ge­prägt und seit­her sit­zen sie fest in sei­nem Gedächt­nis. Alle ande­ren – meis­tens die, die er weni­ger häu­fig benö­tigt – hat er in sei­nen Ord­nern abge­hef­tet. Ein spe­zi­el­les Lieb­lings­werk­zeug in sei­ner Küche hat er nicht. Jedes ein­zelne ist wich­tig in sei­nem bestimm­ten Ein­satz­be­reich. Para­de­ge­richte hat er eine ganze Menge, schon des­halb, weil er die Karte häu­fig wech­selt und immer wie­der neue hin­zu­kom­men. Lamm­filet mit Oli­ven und Toma­ten in Stru­del­teig oder eine getrüf­felte Hum­mer­la­sa­gne bezeich­net er aber schon als seine klei­nen Lieb­linge. Geht es um sein Lieb­lings­pro­dukt, so mag er die Stein­pilz­sai­son sehr gerne, denn aus Stein­pil­zen lässt sich vie­les Schö­nes her­stel­len, von der Vor­speise bis hin zum Eis.

Fleisch­ha­cker freut sich immer sehr über posi­tive Reso­nanz sei­ner Gäste. Ärgern darf man sich sei­ner Mei­nung nach hin­ge­gen über Gäste nicht – jeden­falls nicht so rich­tig. Die Gefahr, dass man durch Frus­tra­tion die Lust am Beruf ver­liert, ist zu groß.

Fleisch­ha­cker emp­fiehlt: Wer sich heute auf den Kar­rie­re­weg in Rich­tung Koch begibt, sollte sich zu 100 % sicher sein, den Beruf auch tat­säch­lich aus Beru­fung und nicht aus der blo­ßen Freude am Kochen erler­nen zu wol­len. Nur mal so kochen ist etwas völ­lig ande­res, als sein Leben lang zu kochen, sein Geld damit zu ver­die­nen und Men­schen damit glück­lich zu machen. Bevor die Suche nach einer geeig­ne­ten Lehr­stelle beginnt, sollte die Frage nach der Art des Weges, den man gehen will und den man bereit ist zu gehen, beant­wor­tet wer­den. Und eines ist auch sicher: Wer seine Lehre sehr gut abschließt, der hat sich einen guten und soli­den Grund­stein für seine Zukunft gesetzt und kann dar­auf fan­tas­tisch aufbauen.

Per­sön­li­ches

Wenn es seine Zeit irgend­wann ein­mal zulässt, dann würde Rüdi­ger Fleisch­ha­cker gerne ein­mal Harald Wohl­fahrts Schwarz­wald­stu­ben der Traube-Tonbach in Bai­ers­bronn oder dem Tan­tris in Mün­chen einen kuli­na­ri­schen Besuch abstat­ten. Ein Lieb­lings­ge­richt hat er aller­dings nicht, bzw. sind es ein­fach zu viele, um alle nen­nen zu können.

Wenn es um seine Kol­le­gen geht, dann gibt es eine ganze Menge, die Fleisch­ha­cker wegen ihres Kön­nens sehr hoch schätzt – allen voran sei­nen Vater! Gleich dahin­ter kom­men Peter Stei­ner und Klaus Diecker­hoff, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist, sowie Eck­art Wit­zig­mann, Harald Wohl­fahrt und Herr Haas, von denen er noch eine Menge ler­nen kann, um in die obere Koch­liga zu gelangen.

Sta­tio­nen

  • Die wich­tigs­ten: 3 Jahre Sous-Chef im Burg­ho­tel in Nörten-Hardenberg sowie 3 Jahre Küchen­chef im „Kas­tens“ im Hotel Lui­sen­hof in Hannover
  • Aktu­ell: Küchen­chef im Roman­tik Hotel und Restau­rant „Zur Tanne“ in Braunlage

Erwäh­nens­wert

  • Jede Menge Preise auf diver­sen Wett­be­wer­ben erkocht.

Kon­takt

Zur Tanne
Herzog-Wilhelm-Straße 8
38700 Braun­lage
Tele­fon: +49 (0)55 20/931–20
Fax: +49 (0)55 20/931–24 44

11. Juli 2006
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2 Kommentare

  1. Anja schlote
    Erstellt am 23. Januar 2012 um 17:22 | Permanent-Link

    Ich habe ange­fan­gen bei ihn zu ler­nen und ich muss sagen, dass er es voll drauf hat. Wer wirk­lich ein rich­ti­ger super Koch wer­den will ‚sollte sich bei ihnen mel­den, denn nur da lernst du wirk­lich das kochen.

  2. Erstellt am 19. März 2012 um 19:00 | Permanent-Link

    Schmeckt auch sehr gut ! Wirk­lich zu empfehlen !

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