Deutschstunde

Erbsensuppe

Für 4 Personen 1 Bund Sup­pen­ge­müse 1 Gemü­se­zwie­bel 30 g But­ter 250 g grüne Schä­ler­bsen (Kochen ohne Ein­wei­chen, z. B. von Müller’s Mühle) 1 l Gemü­se­brühe 2 Schei­ben dicker durch­wach­se­ner Räu­cher­speck à ca. 150 g 1 bis 2 Paar Wiener-, Frank­fur­ter– oder Bock­würst­chen pro Person 1 Bund Majo­ran (wahl­weise 1 TL getrock­ne­ter Majoran) Salz Pfef­fer ½ Bund […]

Herrn Paulsens Deutschstunde: Blaue Zipfel

Was der Fußball mit den blauen Zipfeln zu tun hat.

Herrn Paulsens Deutschstunde: Currywurst

Hamburger? Berliner? Oder doch einfach nur eine Curry mit Pommes?

Herrn Paulsens Deutschstunde: Döner Kebab

Die Stadt schien nur aus Löchern zu beste­hen, gerahmt von schie­fen Bau­zäu­nen, alles war grau. Bestän­dig blies ein ste­chend kal­ter Wind, „aus Russ­land“ mun­kel­ten die, die hier schon län­ger leb­ten, über­wie­gend Schwa­ben. Ich zog nach Zivil­dienst und Mau­er­fall eben­falls aus dem Schwä­bi­schen nach Ber­lin – ein­fach, weil man das damals so machte. Wollte man etwas […]

Herrn Paulsens Deutschstunde: Erbsensuppe

Text, Rezept & Food­sty­ling: Ste­van Paul Foto: Andrea Thode Hohn­la­chend zogen die Hexen den ruß­schwar­zen Feld­ko­cher durch die engen Gas­sen der mit­tel­al­ter­li­chen Stadt, feist grin­send zer­zaus­ten sie den Men­schen auf den Bür­ger­stei­gen die Haare, zeig­ten Haken­na­sen und Hau­er­zähne, ver­schlepp­ten schre­ckens­starre Kin­der ein paar Meter mit sich mit, ihre Augen leuch­te­ten Grün. Man­che der Hexen voll­führ­ten auf […]

Herrn Paulsens Deutschstunde: Fürst-Pückler-Eis

Einer der geheimnisvollsten Klassiker der deutschen Küche in der Pausen-Variante

Herrn Paulsens Deutschstunde: Grosser Hans

Die Groß­el­tern mei­ner Frau haben mich adop­tiert. Es sind tolle Groß­el­tern, sie sehen aus wie Groß­el­tern und sie schen­ken mir, ohne zu Fra­gen, Liebe und Aner­ken­nung. Und Socken und Geld. Echte Groß­el­tern. Meine eige­nen sind so früh gestor­ben, erschöpft von zwei Krie­gen, als ich zu jung war, um mich für Koch­re­zepte zu inter­es­sie­ren. Meine neue […]

Herrn Paulsens Deutschstunde: Kartoffelsalat

Die gesamt­deut­sche Wie­der­ver­ei­ni­gung darf auch im Jahre 2013 als geschei­tert betrach­tet wer­den. Es mögen sich vor drei­und­zwan­zig Jah­ren Ost und West die Hand gereicht haben, zwi­schen Nord– und Süd­deutsch­land ver­läuft dage­gen immer noch ein tie­fer Gra­ben: Es ist die Frage nach dem ein­zig wah­ren Rezept für Kar­tof­fel­sa­lat, die über Gene­ra­tio­nen hin­weg schon für Unei­nig­keit sorgte […]

Herrn Paulsens Deutschstunde: Kässpätzle

Spätz­le­scha­ben funk­tio­niert nicht wie Fahr­rad­fah­ren, Spätz­le­scha­ben, so rich­tig per Hand vom Brett, das ver­lernt man, stelle ich fest. Durch den auf­stei­gen­den Was­ser­dampf bli­cke ich sor­gen­voll ins Sie­de­was­ser, ein mit Teig ver­schmier­tes Früh­stücks­brett­chen in der einen, einen kleb­ri­gen Teig­scha­ber in der ande­ren Hand. Da tau­chen die ers­ten Ergeb­nisse mei­ner Bemü­hun­gen auf, stei­gen tru­delnd an die Was­ser­ober­flä­che, […]

Herrn Paulsens Deutschstunde: Soljanka

Fakt ist, dass sich im Arbeiter- und Bauernstaat eine ganz eigene Küche entwickelt hatte, die zunehmend in Vergessenheit zu geraten droht. Angefangen mit Affenfett auf Brot über Tempolinsen und Topfenhalluschka gab es Einflüsse aus den Bruderstaaten Polen, Bulgarien, Ungarn, Kuba und der ehemaligen Sowjetunion.

KNIGGE WEISS RAT

Der Schwätzer

Mein Chef hat mich und einige ­Kol­le­gen zu sei­nem berüch­tig­ten Gän­sees­sen ein­ge­la­den. Ich habe gehört, das ist eine furcht­bar öde Ver­an­stal­tung, denn wenn mein Chef redet, redet kein ande­rer, und eigent­lich redet mein Chef immer, aber es wäre sehr unhöf­lich, nicht zu erschei­nen. Was soll ich tun?

»Öfters sind wir in dem Falle, dass uns durch Gesprä­che Lan­ge­weile gemacht wird. Ver­nunft, Vorsichtig­keit und Men­schen­liebe gebie­ten uns dann, wenn nun ein­mal nicht aus­zu­wei­chen ist, Geduld zu fas­sen und nicht durch belei­di­gen­des Betra­gen unsern Über­druß zu erken­nen zu geben. Man kann ja, je see­len­lo­ser das Gespräch und je geschwät­zi­ger der Mann ist, um desto freier neben­her an andre Dinge den­ken; und wäre auch das nicht – ei nun! es geht im mensch­li­chen Leben so man­che ver­träumte Stunde ver­lo­ren! Ist man denn nicht einige Auf­op­fe­rung der Gesell­schaft schul­dig, mit wel­cher man umgeht?«

Adolph Freiherr Knigge:
Über den Umgang mit Menschen


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Die beste Frage wird im nächsten Heft beantwortet.