
Nirgends in der Welt haben Comics ein so hohes Ansehen wie in Japan: Alle Japaner lesen Mangas, japanische Comics. Neben den Science-Fiction-, Liebes- oder Action- Comics und den für westliche Leser oft schwer verständlichen Funnies nehmen die Sach-Comics einen großen Raum ein. Es gibt Mangas über Musik, Sex oder Schach, über Golf, Autos oder eben Kochen. Oishinbo, der Gourmet, gehört zu den beliebtesten Koch-Mangas. Es erscheint seit 1983, umfasst mittlerweile 102 Bände und ist mit 1,2 Millionen verkauften Exemplaren pro Band ein Bestseller. Der US-Manga-Verlag Viz beginnt die erste Ausgabe in der westlichen Welt mit einer Geschichte aus dem Jahr 2006: Die Hauptfigur Yamaoka Shiro, ein Journalist mit dem absoluten Geschmack und einem enormen Wissen über Essen, soll das ultimative Menü zusammenstellen. Dabei streitet er sich regelmäßig mit seinem Vater, der einen Elite-Gourmet-Club leitet. Doch die recht bizarre Familienfehde ist bei weitem nicht so interessant wie die Geheimnisse der japanischen Küche, die bis ins kleinste Detail erklärt werden. Im ersten Band erfährt man unter anderem, wie man perfekten Reis kocht (man sortiert die Körner nach Größe und Form) und wie man nach dem Essen den wahren Feinschmecker erkennt (seine Essstäbchen sind nur an der äußersten Spitze ein wenig feucht). Die Folgebände haben alle Schwerpunktthemen, unter anderem geht es um Sake, Reis, Fisch oder Nudeln. Beim Lesen versteht man dann auch, wieso sich Japaner mit so vielen Sachen so gut auskennen: Sie haben das alles aus Comics.
Oishinbo – Japanese Cuisine
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KaffeeDramatiker meint :Die Meister der Perfektion in der Reduktion. Ich liebe diese Kultur und bin seit gestern vertieft in meiner aktuelle Forschungen:Japan. Genau genommen die Tradition und Qualität der Noh Spiele, das traditionelle japanische Theater schlechthin. Desto schöner ist es gerade gewesen, hier rein zu schauen und die Japaner wieder zu finden - beim Kochen. |
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