
In Barcelona habe ich bisher den schönsten Markt gesehen – den Mercat de la Boqueria. Er liegt direkt an der Rambla, der berühmten Fußgängerzone in der Innenstadt der zweitgrößten Metropole Spaniens. Man kann den Eingang schnell übersehen, aber irgendwie sagte mir mein Instinkt, in welche Straße ich einbiegen muss. Mein Freund begleitete mich und ging mit mir ein paar Schritte die Gasse entlang.
die Seitenarkaden des Marktes
Auf einmal waren wir in einer anderen Welt, fern ab von H&M, Schuh- und Souveniergeschäften. Wir fanden uns im Getümmel der riesigen offenen Markthalle wieder, ganz aus Stahl mit vielen kleinen Glasmosaiken. Sie erinnerte mich an eine alte Bahnhofshalle. Ich wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte. Zu viele Marktstände, Eindrücke, Gerüche, Menschen und Stimmen. Wie immer half mir mein Freund bei der Orientierung.
Wo fangen wir an?
Wir gingen an Ständen mit Obst und Gemüse, das zu Türmen aufgebaut war, an Schinkenlaibe, die so dicht an Fleischhaken hingen, dass man die Verkäufer nicht mehr sehen konnte, an einer Fülle von knallbunten Bonbons, an Hülsenfrüchten fernab von Erbse & Co. entlang.
aufgetürmtes Obst und Gemüse
Die Bonbons waren nicht zu übersehen
Hülsenfrüchte, Nüsse und getrocknete Früchte
Wir bewunderten meterlange Stände mit Fisch und Meeresfrüchten auf Eis gebettet. Ich hatte noch nie so viel Fisch auf einmal gesehen.
Leider weiß ich nicht mehr, wie dieser Bursche heißt. Obwohl er so aussieht, als wenn man ihn persönlich fragen könnte
Riesenpulpo. Die kleinen Geschwister gab es fast jeden Abend aus der Pfanne
Am meisten beeindruckt hatte mich das Angebot an Innereien.
Pansen in großen Mengen
Zunge und andere Köstlichkeiten
Als ich mir Pansen, Zunge, Füße, Schafsköpfe, Nieren, Hoden, Hirn und Ohren ansah, dachte ich an die wunderbare Geschichte von Manuela Rüther „Von Kopf bis Fuß“ aus dem Effilee-Heft #6. Sie probierte es aus, eben solche Teile von Tieren zuzubereiten. Mein Auge blieb die ganze Zeit am Schafskopf hängen.
Ich konnte nicht weggucken
Ich fragte mich, was macht man damit? Eine Suppe? Mein Freund meinte, dass die Augen lecker sein sollen?! So... Vielleicht sollte ich einmal Frau Rüther fragen.
Zum Abschluss unserer Entdeckungsreise gab es wunderbar frisch gepresste Drinks. Die waren genauso knallbunt wie die Bonbons.
schnell weggetrunken - Favorit war purer Mangosaft
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lokalgold meint :oh ja, die boquería ist schon etwas Besonderes! Die Impressionen lassen mich direkt wieder in Erinnerungen schwelgen... Vielen Dank und schöne Grüße Henning |
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KaffeeDramatiker meint :Danke!!! Danke Susanne jetzt weiß ich genau wo ich hin muss, wenn ich meine Reihe mit Märkten richtig machen will. DAS ist ein Markt! |
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pastasciutta meint :Leider war ich nur ein einziges Mal in Barcelona und das ist schon ein paar Jahre her. Damals habe ich mir noch andere Markthallen in der Stadt angesehen. Das war wirklich lohnenswert, auch wenn die Hallen kleiner als La Boqueria waren und längst nicht so üppig. Es war aber ein charmantes Erlebnis abseits der Touristenpfade. |
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Susi Wilkat meint :In |
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Manuel Santana meint :Hmm, war das damals schön! Auch mir ging es gleich, auch ich hätte den Markt fast übersehen und auch mich erinnerte er an eine Bahnhofhalle! Meine Freundin war damals nicht wirklich glücklich darüber, dass ich diesen Markt relativ schnell fand, denn von dem Moment an, musste sie mich Morgens als sie aufstand immer suchen kommen! ;) Nebst der wirklich lohnenswerten Auswahl an Produkten ist nur zu erwähnen dass dieser Markt verglichen mit anderen in Barcelona, wegen der nähe zum Rambla, sprich Touristen, relativ teuer war und wahrscheinlich noch ist! LG m |
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Rinquinquin meint :Erst jetzt bin ich auf diesen Bericht gestossen. Das kommt mir so bekannt vor! Ich war zwar nicht in Barcelona, aber in Valencia und Ende Februar (in den letzten zwei Jahren) schlicht erschlagen vom Angebot. Da kommt man ins Träumen und dabei kann man kaum was davon mitnehmen und festhalten. |
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besserEssen meint :Wunderbar da, |
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espresso-ralph meint :für mich ist es eine Art Meditation wenn über diesen Markt (oder ähnlich gute Märkte ) laufe. Ich laufe immer wieder die Gänge hoch und runter bis ich "meine Mitte" gefunden habe. Darauf folgt das zeremonielle Tapas-Essen. Dann bin ich seelig!! Es ist schön zu hören das es nicht nur mir so geht! Warum geht das in Deutschland nicht?? Ich will kein Spielverderber sein, aber Leute passt dort bitte auch höllisch auf Eure Wertsachen auf. Dort sind ne ganze Menge linker Vögle unterwegs! |
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